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Profile: Domaine Comte Georges de Vogüé – deutsch (Chambolle)

Das Dorf Chambolle in der “Côte de Nuits” entschied etwa im Jahr 1880 dem Ansehen des Dorfes mehr Glanz zu verleihen, indem man die bisherigen Rebberge um den prächtigen Rebberg Chambolle-Musigny erweiterte.

Trotz dieses frühen Marketingversuchs ist Chambolle-Musigny bis heute ein unauffälliges Dorf geblieben, das nicht viele Touristen kennen. Heute findet man zwei Restaurants und ein schönes Hotel. Doch auch diese drei Institutionen gab es vor fünfzehn jahren nicht. Gab es auch einen Gemüseladen, jedoch auch dieser existiert nicht mehr.

Das Dorf liegt in einer Spalte am Fuss einer steilen bewaldeten Hügelseite, der Combe de Chamboeuf. Durch das Dorfzentrum läuft die Grône, die, so sagt man, die Namensgeberin des Dorfes sei. Im jahr 1110 hieß das Dorf Cambola. Es ist überliefert, dass der Name Chambolle auf ein Unwetter zurückgeht, das die Grône in einen reißenden Strom verwandelnde, in einen “champ bouillant”.

Die alte Stadkirche wurde ca. 1400 von Jean Moisson finanziert und ist einen Besuch wert, nicht zuletzt wegen einiger delikater Gruselbilder aus dem späten Mittelalter. Schauen Sie doch mal bei John dem Baptisten vorbei.

Die Straßen im Dorf sind oft eng und verwinkelt. Einer dieser Straßen unterhalb der Kirche finden Sie auf halben Weg rechts das Haus Jean Moisson’s. Über dem Torbogen entdecken Sie den in Stein gehauenen Hahn (vgl. Abb.): das Wappenzeichen der Comte Georges de Vogüé.

Die Domaine Gestern und Heute

de vogueDie Weingüter waren bis zur Französischen Revolution (ca. 1790) in Besitz von Aristokratie und Kirche. Daher blicken nur wenige Weingüter auf eine Geschichte, die älter als 200 Jahre ist. Dieses Weingut besteht seit über 500 Jahren als Jean Moisson in Chambolle begann Wein anzubauen. Heute befindet sich die 20. Generation in den Händen der Enkeltöchter Comte Georges de Vogüé, Claire de Causans und Marie de Ladoucette.

Comte Georges hatte dieses Weingut von seinem Vater übernommen und das Weingut wechselte seinen Namen ‘Comte Arthur’ in ‘Comte Georges’. Von 1980 bis zum Tod Comte Georges’ 1987 übernahm dessen Tochter Elizabeth mehr Verantvortung, die ein neues Team bildete. In dieser Zeit arbeitete Gérard Gaudeau in den Weinbergen, und seit 1996 hat Eric Bourgogne – welch passender Name – diese Position übernommen. Francois Millet war für die Weinherstellung zuständig, während Alain Roumier in Rente ging. 1988 kam Jean-Luc Pépin hinzu, ehemals Domaine Joseph Drouhin, nun für den Verkauf verantwortlich. Zuvor hielt Gérard de Causans, Elizabeths Schwiegersohn und Claires Eheman, diese Position, der aber nach kurz Krankheit verstarb.

De Vogüé und Roumier – Seit vielen jahren hat ein Roumier eine sehr wichtige Position in der Domaine de Vogüé innegehabt. In der zeit Comte Georges’ leitete Alain Roumier die Geschäfte, eine Position, die schon dessen Vater und Grossvater ausübten. Alain Roumiers berühmt prophezeiung die uns Robert Parker überliefert sagte “wenn die Weiner der 70er und 80er nicht so gut wie bisher, dann kämen die Amerikaner und würden in ihrem reimheitsfimmel den Wein filtern”. Natürlich war es eine familienangelegenheit, es war nicht nur Alain allein, der in diese Domaine Arbeitete, sondern auch wie man oben auf dem Bild sehen kan, Georges Roumier mit grossen Barett, dem Onkel Christophes, der heutige Winzer für die Domaine Georges Roumier.

Teil zwei folgt…

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